Regenerative Energieerzeugung im Rhein-Main-Deponiepark
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2.2.2 Erneuerbare Energie Elektrizität
3.3.3 Wärme aus erneuerbaren Energiequellen
3.3.4 Kraftwärmekopplung
3.7.3 Energetische Nutzung von Bioabfällen
3.7.4 Energetische Nutzung von Deponiegas
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2008
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Rhein-Main Deponie GmbH
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Flörsheim
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Hessen
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Projektbeschreibung
"Aus den Deponien in Wicker und Brandholz sind absolute Hightech-Standorte für die Energiegewinnung und die Abfallaufbereitung geworden. Innovationsfreude und umweltpolitische Verantwortung haben dazu geführt, dass insbesondere die Deponie in Flörsheim-Wicker zu einem internationalen Vorzeige-Projekt geworden ist. …“, sagte Hans-Jürgen Hielscher, der erste Kreisbeigeordnete des Main-Taunus-Kreises und Aufsichtsratsvorsitzende der Rhein-Main Deponie GmbH (RMD) anlässlich der Verleihung des Deutschen Solarpreises 2007 an die Rhein-Main Deponie GmbH.
Die Auszeichnung wurde dem Unternehmen als Sonderpreis für die energetische Kreislaufwirtschaft verliehen. Schon seit Jahren entwickelt die RMD nicht nur innovative Konzepte zum umweltverträglichen Betrieb von Mülldeponien, sondern wendet diese auch erfolgreich an. Neben der intelligenten Reststoffverwertung, wurde der Ausbau Erneuerbarer Energien in den letzten Jahren aktiv vorangetrieben. Die durch Rohstoffe und vorhandene Infrastruktur bestehenden Synergieeffekte werden heute im Sinne einer energetischen Kreislaufwirtschaft konsequent genutzt. Dabei werden fossile Energieträger eingespart und regenerativer Strom und Wärme erzeugt.
Biogaskraftwerk im Rhein-Main-
Deponiepark
Quelle: RMD
Was Ende der 1990’er Jahre mit einem Deponiegaskraftwerk auf dem Gelände der Deponie Wicker begann, entwickelte sich bis in die Gegenwart zum Rhein-Main-Deponiepark. Aktueller Meilenstein: Mit dem neuen Biogaskraftwerk wurde eine der größten und modernsten Vergärungsanlagen Europas in Betrieb genommen. „Die Anlage ist jetzt schon ein Erfolg“, freute sich Gerd Mehler, Geschäftsführer der Rhein-Main-Deponie GmbH, bei der feierlichen Inbetriebnahme im Juni 2008. Das Kraftwerk produzierte bereits im achtwöchigen Probebetrieb mehr Energie als ursprünglich prognostiziert worden war.
Zukünftig wird die Anlage mit einer elektrischen Leistung von knapp 1,3 Megawatt laufen. Aus 45.000 Tonnen organischer Abfälle werden dann jährlich ca. 10.500 Megawattstunden Strom bereitgestellt. Das Kraftwerk ist die neueste Errungenschaft einer ganzen Reihe von weiteren Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung.
Deponiegaskraftwerk im
Rhein-Main-Deponiepark
Quelle: RMD
Das Deponiegaskraftwerk wurde bis in die Gegenwart auf eine Leistung von mehr als 4,5 Megawatt ausgebaut und speist heute jährlich rund 25.000 Megawattstunden Strom ein. Synergieeffekte entstehen durch die Nutzung der Abwärme des Kraftwerks für die Warmwasserversorgung der Deponie über ein Nahwärmenetz. Darüber hinaus übernimmt ein Gasmotor die Funktion des Notstromaggregats für das Biogaskraftwerk.
Freiflächen PV-Anlage im
Rhein-Main-Deponiepark
Quelle: RMD
Die bereits im Jahr 2001 errichteten Photovoltaikanlagen mit einer elektrischen Leistung von 5,6 bzw. 11,2 Kilowattpeak erzeugen zusammen jährlich knapp 20.000 Kilowatt¬stunden (2007) Strom. Um das wirtschaftliche Potential der nach Süden ausgerichteten Areale des rekultivierten Deponiekörpers besser auszunutzen, wurde im Juli 2005 eine weitere Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Die 445 Kilowattpeak Freiflächen-Anlage besteht aus 7.330 Solarmodulen und produziert auf einer Fläche von 18.000 m² jährlich 387.000 Kilowattstunden Strom (2007). Durch die vorhandenen Einrichtungen zur Stromeinspeisung sowie die Verknüpfung bei der Steuerung und Überwachung der Anlage mit den bereits vorhandenen Photovoltaikanlagen und dem Deponiegaskraftwerk ergaben sich auch hier weitere Synergieeffekte.
Biomassekraftwerk im
Rhein-Main-Deponiepark
Quelle: RMD
Im Dezember 2003 wurde der Anlagenpark um ein Biomassekraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 15 Megawatt erweitert. Das Werk produziert jährlich 110.000 Megawattstunden Strom (2007). Die jährlich rund 100.000 Tonnen Brennstoff werden von der deponieeigenen Altholzaufbereitungsanlage bereitgestellt.
Ferner verfügt der Rhein-Main-Deponiepark über eine moderne Anlage zur Ersatzbrennstoffaufbereitung. In der Wertstoffsortieranlage werden in einem Verfahren mit Nahinfrarottechnik jährlich 80.000 Tonnen Gewerbeabfall zu 30.000 Tonnen Ersatzbrennstoff verarbeitet, welcher der energetischen Verwertung in Müllheizkraftwerken zugeführt wird.
Die im Rhein-Main-Deponiepark betriebenen Anlagen speisen jährlich ca. 150.000 Megawattstunden Strom ins Netz ein. Eine Vergütung von 12,5 Millionen Euro nach dem EEG ist garantiert. Die jährliche Stromproduktion entspricht einer Versorgungskapazität von über rund 50.000 Haushalten. Dem zufolge könnte der gesamte Main-Taunus-Kreis mit Strom aus Wicker versogt werden. Darüber hinaus stellt das Unternehmen jährlich ca. 175.000 Megawattstunden Brennstoffe aus aufbereiteten Restabfällen bereit. Das umgesetzte Modell des Rhein-Main-Deponieparks ist volkswirtschaftlich, betriebswirtschaftlich und ökologisch sinnvoll. Es sichert darüber hinaus die Nachsorge für den Deponiestandort ab und entlastet so den Gebührenzahler.
Mit einem Investitionsvolumen von rund 120 Millionen Euro ist der Standort Flörsheim-Wicker heute einer der vielfältigsten und modernsten Energie- und Recyclingparks in Europa. Er resultiert aus einem Zusammenschluss zwischen Rhein-Main Deponie GmbH, Main-Taunus-Recycling GmbH (MTR) und privaten Partnerunternehmen. Das Modell eines privaten Ablegers, sagt Hans-Jürgen Hielscher, funktioniere im Main-Taunus-Kreis, der neben dem Hochtaunuskreis gleichberechtigter Gesellschafter der Rhein-Main Deponie GmbH ist, hervorragend.
Links
Rhein-Main-Deponie GmbH
Biomassekaftwerk Wicker
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Ansprechpartner
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Name:
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Herr Gerd Mehler
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Funktion:
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Geschäftsführer
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Anschrift:
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RMD Rhein-Main Deponie GmbH
Steinmühlenweg 5
65439 Flörsheim-Wicker
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Telefon:
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06145/9260-1010 (direkte Durchwahl)
06145/9260-1011 (Assistenz der Geschäftsleitung, Frau Cornelsen)
06145/9260-3111 (Öffentlichkeitsarbeit, Herr Behrle)
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